Tastatur EUR-Deutsch

Unicode-Tastaturlayout für lateinischschreibende Sprachen

Allgemeines:

Dieses Tastaturlayout beruht auf der deutschen Standardtastatur, enthält aber viele zusätzliche Zeichen, die durch Tastenkombinationen aufgerufen werden können. Das Layout erhebt den Anspruch, dass damit alle lateinischschreibenden europäischen Sprachen geschrieben werden können. (Für Hinweise auf Lücken wird gedankt!)

Es sind unter anderem alle 92 Zeichen enthalten, die in Internationalized Domain Names (IDNs) (auch: Umlaut-Domains, also Web-Adressen mit Sonderzeichen, wie sie seit März 2004 eingeführt werden, die unter Umständen in die Adresszeile eines Browsers eingetippt werden können sollen) verwendet werden können.

Ob die Zeichen angezeigt werden, hängt von der verwendeten Software und der eingestellten Schriftart ab. Nicht jedes Computerprogramm unterstützt Unicode und nicht jede Schriftart enthält alle im Tastaturlayout enthaltenen Zeichen (s. auch: Hinweise zu Unicode).

Die Basisanordnung:

(Zum Vergrößern bitte auf die Grafiken klicken. Die Übersichten werden bei der Installation des Tastaturlayouts als druckbare .pdf-Datei bereitgestellt.)

Basisanordnung EUR-Deutsch - zum Vergrößern auf die Grafik klicken

Zusätzlich zu den standardmäßig mit Alt Gr aufzurufenden Zeichen können einige häufig benötigte typographische Zusatzzeichen aufgerufen werden: – — ‛ ‚ ‘ ’ ‟ „ “ ” « » ¡ ¿ × ÷

Die Anordnungen mit Präfixtasten:

Alle weiteren Zeichen werden mit Tastenfolgen eingegeben:

EUR-Deutsch nach Akut und Strg+Akut - zum Vergrößern auf die Grafik klicken

Mit der Akzenttaste können wesentlich mehr Zeichen modifiziert werden als mit der Standardtastatur, die nur á, é, í, ó und ú vorsieht.

Mit Strg+Akzenttaste wird der für viele slavische Sprachen benötigte Háček gesetzt, bzw. bei einigen Zeichen das Brevezeichen.

EUR-Deutsch nach Gravis und Strg+Komma - zum Vergrößern auf die Grafik klicken

Mit Umschalt+Akzenttaste werden außer dem Gravis noch diverse weitere Diakritika gesetzt, mit Strg+Komma werden subskribierte Diakritika gesetzt.

EUR-Deutsch nach Zirkumflex und Strg+Zirkumflex - zum Vergrößern auf die Grafik klicken

Die Zirkumflextaste dient auch zur Setzung der Tilde und zur Erzeugung mancher Sonderzeichen; Strg+Zirkumflex setzt das Makron und erzeugt manche Ligaturen.

Generell wurde versucht, alle Zeichen mit leicht einprägsamen Tastenkombinationen zu verbinden, dabei wurde oft von Ähnlichkeiten, wie denen der Umlaute zu a, o, u und j zu i etc. Gebrauch gemacht.

Wird nach Betätigung einer der Präfixtasten (also jeweils der ersten Taste oder Tastenkombination aus einer Tastenfolge) erneut dieselbe Taste oder eine andere Präfixtaste gedrückt, so werden Diakritika als kombinierbare Diakritika auf (bzw. unter) das links vom Cursor stehende Zeichen gesetzt. So können Zeichen erzeugt werden, die keine eigenen Unicode-Werte besitzen, wie serbokroatische Vokale mit Tonzeichen (z.B. ȁ aus a, Zirkumflex, Akut).

Hinweis zur Verwendung des Tastaturlayouts mit MS Word®:

Die Präfixtastenkombinationen Strg+Akut, Strg+Komma und Strg+Zirkumflex funktionieren zumindest in manchen Versionen von Word nicht (wohl aber in anderen Anwendungen, wie z.B. MS Excel XP, MS WordPad u.v.a.). Damit diese Tastenkombinationen auch in Word zur Verfügung stehen, ist es erforderlich, sie in Word als Shortcuts (Tastenkombinationen) einzutragen. Dies besorgt ein Word-Makro, das bei der Installation des Tastaturlayouts mit installiert werden kann.

Download und Installation: